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Mindset · Haltung

Warum der erste Launch fast immer schiefgeht

· 9 Min.
Warum der erste Launch fast immer schiefgeht

Man könnte meinen, ein Launch ist ein Event. Ein großer Moment. Der Tag, an dem sich zeigt, ob alles funktioniert.

In Wahrheit ist ein Launch eher so: Du stehst morgens auf, drückst auf „veröffentlichen", und dann passiert, wenig. Oder das Falsche. Oder etwas, das du überhaupt nicht erwartet hast.

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Erwartung vs. Realität: Launch Day

Ich habe Launches begleitet, die nicht funktioniert haben. Nicht ein paar. Viele. Und ich rede nicht von Anfängern, die zum ersten Mal eine Salespage online stellen. Ich rede von Leuten mit Reichweite, mit einer Community, mit einem guten Angebot. Und trotzdem: Die Zahlen blieben unter dem, was geplant war. Die E-Mails wurden geöffnet, aber nicht geklickt. Die Salespage wurde besucht, aber nicht gekauft.

Und dann sitzt man da. Dienstagmorgen, Laptop auf, Kaffee kalt, und fragt sich ehrlich: Was ist schiefgelaufen?

Laut einer Analyse von HubSpot konvertieren durchschnittliche Landingpages in der Coaching-Branche mit etwa 2 bis 5 Prozent. Das klingt wenig. Ist aber der Normalzustand. Wer beim ersten Launch mit 20 Prozent rechnet, wird fast zwangsläufig enttäuscht. Der erste Launch ist ein Feldexperiment, kein Geschäftsjahr.

Brendon Burchard, Autor von „High Performance Habits" und einer der meistgefolgten Life-Coaches der Welt, beschreibt es so: Der erste Kurs, den er je launchte, floppte. Komplett. Er hat das öffentlich geteilt, weil er glaubt: Wer den ersten Misserfolg versteckt, raubt anderen die Erlaubnis, selbst zu scheitern und weiterzumachen.

Die ehrliche Antwort ist meistens unbefriedigend. Es ist selten eine Sache. Es ist nie der eine Fehler, den man hätte vermeiden können. Es ist fast immer ein Zusammenspiel: Das Timing war nicht ideal. Die E-Mail-Serie war zu lang oder zu kurz. Das Angebot war klar im eigenen Kopf, aber nicht auf der Seite. Die Zielgruppe war warm, aber nicht warm genug. Der Preis war richtig, aber die Argumentation dahin nicht.

Die unsichtbare Reibungskette

Das ist kein Scheitern. Das ist der Prozess. Nur redet fast niemand darüber, weil es sich besser verkauft zu sagen: „Mein erster Launch hat toll abgeschnitten."

Mag sein. Aber die allermeisten, die heute sehr erfolgreich launchen, haben vorher mindestens einmal dagesessen und nicht gewusst, was schiefgelaufen ist. Der Unterschied ist, dass sie am nächsten Morgen weitergemacht haben.

Bei Laura war das nicht anders. Wir haben Launches vermasselt. Wir haben fast 10.000 Workbooks falsch bedruckt, eine Bestellung, die wir mit mehreren hunderttausend Euro vorfinanziert hatten. Verantwortung klingt von außen oft erwachsen und wichtig. In echt ist sie manchmal einfach sehr teurer Nervendruck mit Deadline.

Was du danach machen solltest

Nicht sofort alles umschmeißen. Zuerst die Daten lesen. Wo sind die Leute ausgestiegen? Welche E-Mail hatte die schlechteste Klickrate? Auf welcher Seite war die höchste Absprungrate? Die Antworten liegen fast immer in den Zahlen, nicht im Bauchgefühl.

Dann: Einen Faktor ändern. Nicht fünf. Einen. Und noch einmal testen. Ein Launch ist kein Einzelereignis. Ein Launch ist ein Lernzyklus. Und der zweite ist fast immer besser als der erste, wenn man den ersten ehrlich auswertet, statt ihn zu verdrängen.

Der Launch-Lernzyklus

Und das Wichtigste: Es sagt nichts über dich aus. Ein Launch, der nicht läuft, bedeutet nicht, dass dein Angebot schlecht ist. Es bedeutet, dass irgendwo zwischen deiner Botschaft und der Entscheidung deines Besuchers ein Bruch sitzt. Den findest du. Und dann baust du ihn raus.

Der erste Launch ist ein Anfang. Kein Urteil.

Quellen

Wenn du wissen willst, wo in deinem Setup der Bruch sitzt, lass uns draufschauen. Keine große Sache. Ein Gespräch.

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