
Wir haben uns vorgenommen, einen eigenen Podcast ins Leben zu rufen. Und ehrlich: Das war ganz schön aufregend. Dabei haben wir in den letzten Jahren wirklich viele Podcasts begleitet, Happy, Holy & Confident von Laura Malina Seiler, Chris Bloom „Realtalk für deine Seele“, Korinna Söhnholz „Wissen hilft heilen“ und viele mehr mit aufgebaut. Aber den ersten eigenen zu machen und da selbst durchzugehen, ist noch einmal eine ganz eigene Geschichte.

Zuerst der Name
Als Erstes mussten wir einen Namen finden. Wir hatten eine lange Liste, und ich weiß ehrlich gar nicht mehr, wie viele Namen wir durchgespielt und gegeneinander gechallengt haben. Am Ende ist es Freischwimmer geworden. Der Name resoniert am besten mit unserer Marke und mit dem, was wir sagen wollen. Ich will mit Menschen sprechen, die wirklich daran interessiert sind, andere Menschen zu transformieren, und ich will hinter die Kulissen schauen. Ich will sehen, ob du, ich, wir davon etwas lernen und für uns anwenden können. Ich bin da einfach super neugierig.

Wie wir es gebaut haben
Dann habe ich mir Daniel geschnappt, meinen Partner, mit dem ich BLUA gegründet habe. Er hat mir geholfen, das ganze Setup zu bauen und zu filmen. Wir haben viel über die Einstellungen gesparrt, uns angeschaut, wie andere das machen, und das ganze Licht- und Ton-Thema durchdacht. Hier ist noch Luft nach oben, das haben wir auch nach der ersten Folge gemerkt. Dafür haben wir einen guten Freund zurate gezogen, Jakob Jentsch von Voice Art Productions, der uns mit seiner Expertise beraten hat, wie wir das in Zukunft verbessern können. Das sieht und hört man dann in Folge 2 und 3. Und für die Produktion habe ich meine Freundin Johanna an Bord geholt. Sie hat mich unglaublich begleitet und unterstützt, auch beim Finden der Themen, die mich gut reflektieren und mir helfen, besser zu werden. Damit die Inhalte einfach besser und authentischer werden (i’m working on it).

Drei Piloten, ein starker Auftakt
Daraus sind jetzt drei Piloten entstanden, mit richtig coolen Gästen. Und der erste geht wirklich unter die Haut: Florian Riffel, ein unglaublicher Storyteller. Florian tätowiert Menschen, und was mich daran fasziniert hat, erfährst du auch in der Folge: was es für ein Gefühl ist, mit Menschen zu arbeiten, die tiefbewegende Geschichten in sich tragen und sich diese Geschichten auf die Haut stechen lassen. Einer seiner Sätze ist mir geblieben: Bei ihm bekommst du keine Kopie, du bekommst einen Abdruck deiner Geschichte.
Ein paar Sätze aus unserem Gespräch sind hängengeblieben:
„Du hast da jemanden sitzen, und du fragst: Nee, wie geht’s dir denn wirklich, jetzt mal wirklich? Und dann kommt ganz viel raus.“
Florian Riffel
„Wie beschissen das eigentlich ist, dass man sein Leben nach anderen Menschen ausrichtet, obwohl man selbst eine Sehnsucht mit sich trägt.“
Florian Riffel
„Mir geht es um Kunst und Kunsthandwerk. Es gibt genug Tätowierer, die als Dienstleister arbeiten. Aber wofür sind wir eigentlich mal losgegangen? Um Kunst für immer in der Haut zu verewigen.“
Florian Riffel
„Für den Chirurgen ist das Thema erledigt, wenn der Krebs entfernt wurde. Die Frauen sagen: Mir fehlt etwas für meine Weiblichkeit. Und da kommen wir ins Spiel.“
Florian Riffel, über Brustwarzen-Rekonstruktion nach Brustkrebs

Meine Key Learnings aus Folge 1
- Ton und Technik unterschätzt man. Ab Folge 2 holen wir Licht und Ton früher ab, danke an dieser Stelle an Jakob.
- Der Anfang entscheidet. Wir starten mit dem stärksten Moment, nicht mit Aufwärmen.
- Vorbereitung macht das Gespräch. Echte Recherche statt Smalltalk, dann öffnet sich etwas.
- Moderation ist ein Muskel. Ich bin selbst noch am Wachsen, und das darf man hören.
Hör rein und sag mir, was dich bewegt
Hör rein, es lohnt sich. Und wenn du magst: abonniere Freischwimmer und schreib mir einen Kommentar. Ich will wirklich wissen, was dich bewegt.
Eine Frage noch, weil sie viele beschäftigt, die mit Menschen arbeiten: Hast du selbst einen Podcast, oder überlegst du, einen zu starten? Dann schreib mir, ich tausche mich gern aus.
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